MetaMask oder Zengo: Welche Wallet passt zu dir?
MetaMask (Consensys Software Inc., USA) und Zengo (ZenGo Ltd.) sind Hot Wallets: Die Schlüssel liegen verschlüsselt auf einem Gerät, das mit dem Internet verbunden ist, du hältst sie aber selbst. Die Unterschiede liegen in Preis, Open-Source-Grad, Netzwerk-Unterstützung, Hardware-Wallet-Kopplung, Plattform-Auswahl und Einsteiger-Eignung.
In diesem Vergleich stellen wir Netzwerke, Open Source, Sicherheitsmerkmale, Backup und Hardware-Kopplung gegenüber. Alle Angaben stammen aus Herstellerquellen; wo ein Hersteller etwas nicht nennt, steht „nicht angegeben“.
Für wen passt welche Wallet?
MetaMask passt zu dir, wenn …
- Du nutzt Solana und willst eine Wallet, die das Netzwerk nativ unterstützt.
- Du willst später eine Hardware-Wallet koppeln und die App nur als Oberfläche nutzen.
- Standard für DeFi und Web3.
- Quelloffene Browser-Erweiterung.
MetaMask vs. Zengo im Datenvergleich
| Kriterium | MetaMask | Zengo |
|---|---|---|
| Typ | Software (Hot) | Mobile (Hot) |
| Kosten | kostenlos | Basis kostenlos, Pro als Abo |
| Einsteiger-Eignung | 3/5 | 5/5 |
| Open Source | quelloffen | k. A. |
| Hersteller | Consensys Software Inc., USA | ZenGo Ltd. |
| Gegründet | nicht angegeben | nicht angegeben |
| Plattformen | Browser-Erweiterung, Mobile-App | Mobile-App |
| Backup | BIP-39 mit 12 Wörtern, die MetaMask nicht speichert. Alternativ Anmeldung per Google, Apple oder Telegram, bei der die Phrase in verschlüsselte Teile aufgeteilt und online gesichert wird. | Seedless: Wiederherstellung mit drei Faktoren – E-Mail, 3D FaceLock und einer Recovery-Datei in der eigenen Cloud. |
| Coins und Netzwerke | Ethereum und EVM-Netzwerke, Solana, Bitcoin | Bitcoin, Ethereum, BNB, Dogecoin, Tron, Tezos; Layer 2: Polygon, Arbitrum, Optimism, Base |
| Hardware-Wallet-Kopplung | Ledger, Trezor und Lattice per USB; per QR-Code unter anderem Keystone, NGRAVE ZERO und OneKey; mobil Keystone, Ledger und NGRAVE ZERO. | nicht angegeben |
| Dokumentierte Vorfälle | ja, siehe Profil | keine belegt |
Grün hinterlegt = im jeweiligen Kriterium die bezifferbar vorteilhaftere Option (günstigerer Preis, höhere Einsteiger-Eignung, höherer Open-Source-Grad). Herstellerangaben, Stand 6. Oktober 2026. Keine Kaufempfehlung.
Wie schützen MetaMask und Zengo deine Schlüssel?
Self-Custody mit 12-Wort-Phrase; als Hot Wallet anfällig für Phishing und bösartige Websites. Regelmäßige Audits laut Hersteller, Namen der Prüfer nicht genannt.
- Passwort und biometrische Entsperrung per Passkey
- Regelmäßige Audits durch Sicherheitsfirmen (Namen nicht genannt)
- Security Policy im GitHub-Repository
Open Source: vollständig quelloffen. Die Browser-Erweiterung liegt öffentlich auf GitHub (metamask-extension).
Vorfälle: 01.10.2026: Sicherheitsvorfall in der Infrastruktur des Staking-Betriebs; laut MetaMask kein Hinweis darauf, dass Wallets oder Kundengelder betroffen waren.
MPC statt Seed-Phrase, 3D FaceLock mit Lebenderkennung, Auszahlungslimits und Web3-Firewall im Pro-Abo. Audits und Bug-Bounty ließen sich nicht belegen, die Sicherheitsseite war beim Abruf blockiert.
- Mehrparteienberechnung (MPC) statt Seed-Phrase
- 3D FaceLock mit Lebenderkennung und Auszahlungslimits (Pro)
- Web3 Firewall mit Risikobewertung (Pro)
- Audits und Bug-Bounty nicht belegt
Open Source: nicht angegeben. Keine Aussage auf den geprüften Seiten.
Vorfälle: Keine belegt.
Wiederherstellung, Plattformen und Einsteiger-Eignung
Backup: BIP-39 mit 12 Wörtern, die MetaMask nicht speichert. Alternativ Anmeldung per Google, Apple oder Telegram, bei der die Phrase in verschlüsselte Teile aufgeteilt und online gesichert wird.
Plattformen: Browser-Erweiterung, Mobile-App.
Einsteiger: solide für Einsteiger (3/5). MetaMask ist die Standard-Wallet, um sich mit dezentralen Anwendungen und DEX zu verbinden. Sie ist eine Hot Wallet: bequem, aber dauerhaft online – ideal für kleine, aktive Bestände. Für größere Beträge lässt sie sich mit einem Hardware-Wallet koppeln, dann bleiben die Schlüssel offline und die Oberfläche bequem.
Backup: Seedless: Wiederherstellung mit drei Faktoren – E-Mail, 3D FaceLock und einer Recovery-Datei in der eigenen Cloud.
Plattformen: Mobile-App.
Einsteiger: sehr einsteigerfreundlich (5/5). Zengo verzichtet auf die klassische Seed-Phrase. Stattdessen teilen sich dein Smartphone und der Zengo-Server den Schlüssel per Mehrparteienberechnung; keine Seite sieht das Geheimnis der anderen. Wiederhergestellt wird mit E-Mail, 3D-Gesichtsscan und einer Datei in deiner Cloud. Das nimmt Einsteigern die größte Fehlerquelle, schafft aber eine Abhängigkeit vom Anbieter.
Vor- und Nachteile im Überblick
- Standard für DeFi und Web3
- Quelloffene Browser-Erweiterung
- Mit Ledger, Trezor und weiteren Hardware-Wallets koppelbar
- Hot Wallet (dauerhaft online)
- Phishing-Ziel Nummer eins
- Gebühren für Swaps und Staking nur in der Oberfläche beziffert
- Keine Seed-Phrase, die verloren gehen kann
- Sehr einfache Bedienung
- Erbschaftsfunktion im Pro-Abo
- Signieren braucht den Zengo-Server
- Nicht quelloffen (keine Angabe)
- Wichtige Schutzfunktionen nur im Abo
MetaMask oder Zengo?
Im Datenvergleich (Preis, Einsteiger-Eignung und Open Source) Zengo bei Einsteiger-Eignung. Bei Preis und Open Source sind beide gleichauf oder die Angabe fehlt. MetaMask steht in unserer Reihenfolge vorn, weil wir das Gerät als einen der Startpunkte für Einsteiger führen. Das ist eine Einordnung, keine Kaufempfehlung: Entscheidend ist, welche der oben genannten Punkte für dich zählen.
FAQ zu MetaMask vs. Zengo
Beide sind Self-Custody-Wallets: Du hältst die Schlüssel selbst, sie liegen aber auf einem Gerät mit Internetverbindung. Die Unterschiede laut Hersteller: MetaMask: vollständig quelloffen, passwort und biometrische entsperrung per passkey, regelmäßige audits durch sicherheitsfirmen (namen nicht genannt), dokumentierte Vorfälle, siehe Profil. Zengo: nicht angegeben, mehrparteienberechnung (mpc) statt seed-phrase, 3d facelock mit lebenderkennung und auszahlungslimits (pro), keine belegten Vorfälle. Der größte Risikofaktor bleibt bei beiden die Aufbewahrung der Wiederherstellungsphrase.
Beide Wallets sind kostenlos. Kosten entstehen nur als Netzwerkgebühren beim Senden und als Aufschläge bei Swaps in der App, die der jeweilige Anbieter ausweist.
MetaMask ist vollständig quelloffen: Die Browser-Erweiterung liegt öffentlich auf GitHub (metamask-extension). Zengo ist nicht angegeben: Keine Aussage auf den geprüften Seiten.
MetaMask: Ethereum und EVM-Netzwerke, Solana, Bitcoin. Zengo: Bitcoin, Ethereum, BNB, Dogecoin, Tron, Tezos; Layer 2: Polygon, Arbitrum, Optimism, Base. Angaben laut Hersteller, Stand 6. Oktober 2026.
MetaMask: BIP-39 mit 12 Wörtern, die MetaMask nicht speichert. Alternativ Anmeldung per Google, Apple oder Telegram, bei der die Phrase in verschlüsselte Teile aufgeteilt und online gesichert wird. Zengo: Seedless: Wiederherstellung mit drei Faktoren – E-Mail, 3D FaceLock und einer Recovery-Datei in der eigenen Cloud. In beiden Fällen gilt: Die Wörter nur auf Papier oder Metall notieren, nie fotografieren oder in einer Cloud speichern.
Wir schätzen MetaMask als solide für Einsteiger ein (3/5), Zengo als sehr einsteigerfreundlich (5/5). Plattformen: MetaMask auf Browser-Erweiterung, Mobile-App, Zengo auf Mobile-App.
Quellen
Herstellerquellen beider Wallets, abgerufen am 6. Oktober 2026. Die vollständigen Listen stehen in den Profilen.
Andere Software- und Mobile-Wallets gegenüberstellen
Alle Wallets im Überblick
Im Wallet-Vergleich findest du alle 15 Wallets mit Typ-Filter, Profilen, technischen Daten und Quellen.
Stand 6. Oktober 2026. Bildungsüberblick auf Basis von Herstellerangaben, keine Kauf- oder Anlageempfehlung. Lade Wallet-Software nur von der offiziellen Quelle und kaufe Geräte nur direkt beim Hersteller oder bei autorisierten Händlern.