Ledger Nano S Plus
Hardware (Cold)Günstigstes Modell der klassischen Ledger-Reihe mit zertifiziertem Secure Element (CC EAL6+), zwei Tasten und USB-C – ohne Akku und Bluetooth.
Eine Wallet verwahrt nicht deine Coins, sondern die Schlüssel, mit denen du auf sie zugreifst. Wir geben dir einen neutralen Überblick gängiger Self-Custody-Wallets für Einsteiger – nach Typ, Bedienung und Sicherheit, mit belegten Herstellerangaben. Das ist eine Bildungsübersicht, keine Kauf- oder Anlageempfehlung.
Günstigstes Modell der klassischen Ledger-Reihe mit zertifiziertem Secure Element (CC EAL6+), zwei Tasten und USB-C – ohne Akku und Bluetooth.
Trezors günstigstes aktuelles Modell: vollständig quelloffene Firmware plus Secure Element CC EAL6+, Shamir-Backup und wahlweise Bitcoin-only-Firmware.
Die bekannteste Browser- und Mobile-Wallet für Ethereum, Layer-2-Netzwerke und DeFi-Anwendungen – inzwischen auch mit Solana und Bitcoin.
Lässt du deine Coins auf einer Börse, verwahrt diese die Schlüssel für dich (Custodial) – bequem, aber du musst dem Anbieter vertrauen. Bei einer eigenen Wallet hältst du die Schlüssel selbst (Self-Custody): volle Kontrolle, aber auch volle Verantwortung. Faustregel: kleine Beträge dürfen auf der Börse oder in einer Hot Wallet liegen, größere gehören in eine Cold Wallet (Hardware).
Der Nano S Plus speichert die privaten Schlüssel in einem Secure-Element-Chip der höchsten Zertifizierungsstufe, die Ledger verbaut. Bedient wird er über zwei Tasten und ein kleines Display, die Begleit-App Ledger Wallet (vormals Ledger Live) läuft auf Desktop und Android; iPhones bleiben außen vor, weil das Gerät kein Bluetooth hat. Für wen Preis und Sicherheit wichtiger sind als Komfort, ist er der solide Einstieg.
Secure Element ST33K1M5 mit CC EAL6+, PIN am Gerät, physische Bestätigung jeder Transaktion, 24-Wort-Backup mit optionaler Passphrase. Firmware teilweise quelloffen: Der Low-Level-Code des Secure-Element-Betriebssystems bleibt geschlossen.
Plattformen: Hardware-Gerät, Desktop, Android.
BIP-39 mit 24 Wörtern (Ledger erzeugt nur 24-Wort-Phrasen); Passphrase als „25. Wort“ unterstützt.
Ledger SAS, Frankreich, gegründet 2014. Dokumentierte Sicherheitsvorfälle, Details im Profil.
Der Nano X ergänzt das Konzept des Nano S Plus um Bluetooth und einen Akku, sodass sich Transaktionen auch am Smartphone bestätigen lassen. Das Secure Element ist eine ältere Chipgeneration mit CC EAL5+. Wer das Gerät vor allem mobil nutzen will, bekommt hier den günstigsten Ledger mit Bluetooth.
Secure Element ST33J2M0 mit CC EAL5+, PIN am Gerät, physische Bestätigung jeder Transaktion, 24-Wort-Backup mit optionaler Passphrase. Firmware teilweise quelloffen.
Plattformen: Hardware-Gerät, Desktop, iOS, Android.
BIP-39 mit 24 Wörtern; Passphrase als „25. Wort“ unterstützt.
Ledger SAS, Frankreich, gegründet 2014. Dokumentierte Sicherheitsvorfälle, Details im Profil.
Der Flex ersetzt Tasten durch einen 2,8-Zoll-E-Ink-Touchscreen, auf dem sich Adressen und Transaktionen vollständig lesen lassen. Dazu kommen Bluetooth, NFC und ein Akku. Das Secure Element entspricht dem des Nano S Plus (CC EAL6+). Für Einsteiger, die ein Gerät ohne Tasten-Gefummel wollen, ist er die komfortabelste Wahl der Reihe.
Secure Element ST33K1M5 mit CC EAL6+, Secure Touchscreen, PIN am Gerät, 24-Wort-Backup mit optionaler Passphrase. Firmware teilweise quelloffen.
Plattformen: Hardware-Gerät, Desktop, iOS, Android.
BIP-39 mit 24 Wörtern; Passphrase als „25. Wort“ unterstützt, laut Ledger am Touchscreen komfortabler einzugeben.
Ledger SAS, Frankreich, gegründet 2014. Dokumentierte Sicherheitsvorfälle, Details im Profil.
Der Stax ist das Design-Modell der Reihe: ein E-Ink-Display, das sich über die Gerätekante zieht, kabelloses Qi-Laden und dasselbe Secure Element wie der Flex. Sicherheitstechnisch bietet er gegenüber dem Flex keinen Vorteil; der Aufpreis geht in Display und Verarbeitung.
Secure Element ST33K1M5 mit CC EAL6+, Secure Touchscreen, PIN am Gerät, 24-Wort-Backup mit optionaler Passphrase. Firmware teilweise quelloffen.
Plattformen: Hardware-Gerät, Desktop, iOS, Android.
BIP-39 mit 24 Wörtern; Passphrase als „25. Wort“ unterstützt.
Ledger SAS, Frankreich, gegründet 2014. Dokumentierte Sicherheitsvorfälle, Details im Profil.
Der Model One war 2014 das erste Hardware-Wallet und ist vollständig quelloffen. Er hat kein Secure Element und einen Micro-USB-Anschluss; inzwischen hat Trezor ihn abgekündigt. Wer eines besitzt, kann es weiter nutzen, als Neukauf ist die Safe-Reihe die aktuelle Wahl.
Quelloffene Firmware (GPL-3.0), PIN, Passphrase, Bestätigung am Gerät. Kein Secure Element: Bei physischem Zugriff sind in der Vergangenheit Angriffe auf den Mikrocontroller gezeigt worden.
Plattformen: Hardware-Gerät, Desktop, Browser.
BIP-39 mit 24 Wörtern (12 Wörter über die erweiterte Einrichtung); Passphrase unterstützt. Kein SLIP-39.
Trezor Company s.r.o. (SatoshiLabs-Gruppe), Tschechien, gegründet 2013. Dokumentierte Sicherheitsvorfälle, Details im Profil.
Der Safe 3 verbindet, was lange als Gegensatz galt: quelloffene Firmware und ein zertifiziertes Secure Element. Der Chip schützt die PIN-Prüfung und die Geräteauthentizität; den Seed selbst hält Trezor bewusst außerhalb des Chips. Bedient wird mit zwei Tasten und kleinem Display. Eine Bitcoin-only-Variante und das Multi-Share-Backup nach SLIP-39 runden das Paket ab.
Secure Element Infineon OPTIGA Trust M mit CC EAL6+ für PIN-Schutz und Attestierung, quelloffene Firmware (GPL-3.0), PIN und Passphrase mit Eingabe am Gerät, Löschung nach 16 Fehlversuchen.
Plattformen: Hardware-Gerät, Desktop, Browser, iOS, Android.
BIP-39 mit 12 oder 24 Wörtern oder SLIP-39 mit 20 Wörtern (Multi-Share-Backup); Passphrase mit Eingabe am Gerät.
Trezor Company s.r.o. (SatoshiLabs-Gruppe), Tschechien, gegründet 2013. Dokumentierte Sicherheitsvorfälle, Details im Profil.
Der Safe 5 ist das Komfortmodell der Trezor-Reihe: Farb-Touchscreen mit Gorilla Glass und haptischem Feedback, Secure Element, microSD-Slot und ein 20-Wort-Backup nach SLIP-39 als Standard. Der neuere Mikrocontroller ist laut Trezor vom Spannungsmanipulations-Angriff auf den Safe 3 nicht betroffen.
Secure Element Infineon OPTIGA Trust M mit CC EAL6+, quelloffene Firmware (GPL-3.0), PIN und Passphrase am Touchscreen, SLIP-39-Backup.
Plattformen: Hardware-Gerät, Desktop, Browser, iOS, Android.
Standard SLIP-39 mit 20 Wörtern, zusätzlich BIP-39 mit 12 oder 24 Wörtern; Multi-Share-Backup; Passphrase mit Eingabe am Gerät.
Trezor Company s.r.o. (SatoshiLabs-Gruppe), Tschechien, gegründet 2013. Dokumentierte Sicherheitsvorfälle, Details im Profil.
Die BitBox02 von Shift Crypto setzt auf unsichtbare Touch-Sensoren statt Tasten, verschlüsselt den Seed auf dem Mikrocontroller und schützt ihn mit einem Secure Chip und dem Gerätepasswort. Das Backup landet standardmäßig auf einer microSD-Karte, die Wörter lassen sich alternativ anzeigen. Firmware und App sind unter Apache-2.0 quelloffen und reproduzierbar gebaut. Den Preis konnten wir nicht belegen, weil Shop und Website automatisierte Abrufe blocken.
Secure Chip ATECC608B (keine Common-Criteria-Zertifizierung angegeben), Seed verschlüsselt auf dem Mikrocontroller, Gerätepasswort und optionale BIP-39-Passphrase, verschlüsselte USB-Kommunikation, Geräte-Attestierung gegen Fälschungen.
Plattformen: Hardware-Gerät, Desktop, Android.
Standard: sofortiges Backup auf microSD-Karte; alternativ BIP-39 mit 24 Wörtern (optional 12) am Gerät angezeigt; optionale Passphrase.
Shift Crypto AG, Schweiz. Keine belegten Sicherheitsvorfälle.
MetaMask ist die Standard-Wallet, um sich mit dezentralen Anwendungen und DEX zu verbinden. Sie ist eine Hot Wallet: bequem, aber dauerhaft online – ideal für kleine, aktive Bestände. Für größere Beträge lässt sie sich mit einem Hardware-Wallet koppeln, dann bleiben die Schlüssel offline und die Oberfläche bequem.
Self-Custody mit 12-Wort-Phrase; als Hot Wallet anfällig für Phishing und bösartige Websites. Regelmäßige Audits laut Hersteller, Namen der Prüfer nicht genannt.
Plattformen: Browser-Erweiterung, Mobile-App.
BIP-39 mit 12 Wörtern, die MetaMask nicht speichert. Alternativ Anmeldung per Google, Apple oder Telegram, bei der die Phrase in verschlüsselte Teile aufgeteilt und online gesichert wird.
Consensys Software Inc., USA. Dokumentierte Sicherheitsvorfälle, Details im Profil.
Trust Wallet ist eine mobile Self-Custody-Wallet, die sehr viele Blockchains unterstützt und Käufe, Swaps und Staking direkt in der App anbietet. Der Kern der Software ist quelloffen, die App selbst nicht ausdrücklich. Bequem für unterwegs, klassische Hot Wallet für kleinere Beträge.
Self-Custody mit Recovery Phrase, Biometrie plus Passcode, verschlüsselte Schlüsselablage; mehrere externe Audits (Cure53, Certik, Halborn, Kudelski, Salus, Quantstamp). Dezember 2025: manipulierte Browser-Erweiterung mit Verlusten, Mobile-App nicht betroffen.
Plattformen: Mobile-App, Browser-Erweiterung.
Recovery Phrase mit Multi-Device-Recovery; die Wortanzahl nennt der Hersteller auf den geprüften Seiten nicht.
Trust Wallet, gegründet 2017. Dokumentierte Sicherheitsvorfälle, Details im Profil.
Exodus punktet mit verständlichem Design und integriertem Coin-Tausch. Eine Hot Wallet, die den Einstieg sehr leicht macht und sich mit Trezor und Ledger koppeln lässt. Der Hersteller ist börsennotiert, was Finanzberichte öffentlich macht.
Self-Custody mit Recovery Phrase; gerätebasierter Passkey statt Passwort; Hot Wallet, daher für Alltagsbeträge. Audits und Bug-Bounty nennt der Hersteller auf den geprüften Seiten nicht.
Plattformen: Desktop, Mobile-App.
Recovery Phrase; die Wortanzahl nennt der Hersteller auf den geprüften Seiten nicht.
Exodus Movement, Inc. (börsennotiert). Dokumentierte Sicherheitsvorfälle, Details im Profil.
BlueWallet ist auf Bitcoin spezialisiert und verzichtet bewusst auf Käufe und Swaps in der App. Quelloffen unter MIT-Lizenz, mit Multisig-Vault, Coin Control und der Möglichkeit, einen eigenen Node anzubinden. Lightning funktioniert seit 2023 nur noch über einen selbst gehosteten oder fremden LNDHub.
Self-Custody mit 12 Wörtern und optionaler Passphrase; Biometrie plus optionale Verschlüsselung; Tarnspeicher für den Fall von Zwang; Hardware-Wallets als Signer über PSBT.
Plattformen: Mobile-App, Desktop (macOS).
BIP-39 mit 12 Wörtern, optional Passphrase; Multisig-Vault; Export der Wallet-Daten.
Bluewallet Services, S.R.L.. Keine belegten Sicherheitsvorfälle.
Zengo verzichtet auf die klassische Seed-Phrase. Stattdessen teilen sich dein Smartphone und der Zengo-Server den Schlüssel per Mehrparteienberechnung; keine Seite sieht das Geheimnis der anderen. Wiederhergestellt wird mit E-Mail, 3D-Gesichtsscan und einer Datei in deiner Cloud. Das nimmt Einsteigern die größte Fehlerquelle, schafft aber eine Abhängigkeit vom Anbieter.
MPC statt Seed-Phrase, 3D FaceLock mit Lebenderkennung, Auszahlungslimits und Web3-Firewall im Pro-Abo. Audits und Bug-Bounty ließen sich nicht belegen, die Sicherheitsseite war beim Abruf blockiert.
Plattformen: Mobile-App.
Seedless: Wiederherstellung mit drei Faktoren – E-Mail, 3D FaceLock und einer Recovery-Datei in der eigenen Cloud.
ZenGo Ltd.. Keine belegten Sicherheitsvorfälle.
Die Coinbase Wallet ist von der Börse getrennt: Du hältst die Schlüssel selbst. Beim Einrichten kannst du zwischen Anmeldung per E-Mail, Google oder Apple mit Cloud-Backup, klassischer Recovery Phrase und Passkeys wählen. Die App bündelt Swaps, tokenisierte Aktien und Prediction Markets, was sie für reine Verwahrung unübersichtlich machen kann.
Self-Custody, integrierter Phishing-Schutz; Audits und Bug-Bounty ließen sich nicht belegen, weil die Sicherheitsseiten beim Abruf blockiert waren.
Plattformen: Mobile-App, Browser-Erweiterung.
Wahlweise Anmeldung per E-Mail, Google oder Apple mit Cloud-Backup, klassische Recovery Phrase oder Passkeys.
Coinbase. Keine belegten Sicherheitsvorfälle.
Phantom begann als Solana-Wallet und deckt heute mehrere Netzwerke ab. Die Transaktionsvorschau zeigt, was du signierst, eine Scam-Erkennung markiert bösartige Transaktionen. Audit-Berichte und die Phishing-Blockliste sind öffentlich, der Wallet-Code selbst nicht quelloffen.
Self-Custody mit BIP-39-Phrase, Biometrie, Scam Detection, Audits durch Drittfirmen mit veröffentlichten Berichten, Bug-Bounty bis 50.000 US-Dollar. 2022 geschlossene Schwachstelle der Browser-Erweiterung.
Plattformen: Browser-Erweiterung, Mobile-App.
Secret Recovery Phrase nach BIP-39.
Phantom Technologies Incorporated. Dokumentierte Sicherheitsvorfälle, Details im Profil.
Stand 6. Oktober 2026. Alle Detailangaben stammen aus Herstellerquellen (Website, Datenblatt, Shop, Dokumentation) und sind in den Profilen belegt. Bildungsüberblick, keine Kauf- oder Anlageempfehlung. Lade Wallet-Software nur von der offiziellen Quelle und kaufe Geräte nur direkt beim Hersteller oder bei autorisierten Händlern.
Für kleine Beträge, die du bei einem regulierten Anbieter liegen lässt, nicht zwingend. Sobald der Betrag wehtun würde oder du länger hältst, lohnt sich eine eigene Wallet: Dann hältst du die Schlüssel selbst und hängst nicht vom Anbieter ab. Hot Wallets (Apps) sind kostenlos und für den Alltag, Hardware-Wallets ab 59 € für größere Summen.
Eine Hardware-Wallet hält die Schlüssel auf einem Gerät ohne Internetverbindung und lässt jede Transaktion dort bestätigen; Schadsoftware auf dem Rechner kann so keine Transaktion auslösen. Eine App hält die Schlüssel verschlüsselt auf einem Gerät, das online ist. Für größere Beträge ist die Hardware-Wallet die sicherere Wahl, für kleine, oft bewegte Beträge reicht eine App.
Beide sind etablierte Hersteller. Ledger setzt auf zertifizierte Secure-Element-Chips (CC EAL5+/EAL6+), Bluetooth am iPhone und die breiteste Coin-Unterstützung, hält aber Teile des Codes geschlossen. Trezor veröffentlicht die komplette Firmware, bietet SLIP-39-Backups und eine Bitcoin-only-Firmware, kommt aber ohne Bluetooth. Die Direktvergleiche stellen die Modelle Kriterium für Kriterium gegenüber.
Die Coins liegen auf der Blockchain, nicht auf dem Gerät. Mit der Wiederherstellungsphrase (12 oder 24 Wörter, bei Trezor wahlweise 20 nach SLIP-39) stellst du die Wallet auf jedem kompatiblen Gerät wieder her. Ohne diese Wörter sind die Coins unwiederbringlich verloren; deshalb gehören sie auf Papier oder Metall, nie in Fotos oder eine Cloud.
Ausschließlich aus Herstellerquellen: Website, Datenblatt, Shop, Dokumentation, GitHub und App Store, abgerufen am 6. Oktober 2026. Jedes Profil listet die Quellen und nennt dokumentierte Sicherheitsvorfälle mit Link zur Herstellerseite. Was ein Hersteller nicht nennt, steht als „nicht angegeben“.
In der Akademie richtest du Schritt für Schritt deine erste Wallet ein und lernst, Coins sicher zu senden und zu empfangen.