Kategorie · Niedrige Kosten · Stand September 2026
Die günstigsten Krypto-Börsen im Vergleich
„Günstig“ hängt davon ab, wie du kaufst: einmalig oder regelmäßig, 50 € oder 5.000 €, per Sofortkauf oder über das Orderbuch. Unsere Rangliste beruht auf den Sätzen, die die Anbieter selbst veröffentlichen – und sagt offen, wo ein Teil der Kosten fehlt.
Die Gesamtkosten eines Kaufs bestehen aus Handelsgebühr, Spread, Zahlungsweg und gegebenenfalls Netzwerkgebühr beim Auszahlen.
Börsen mit Orderbuch und Broker mit fester Prozentgebühr ohne Spread liegen vorn: Binance, Finst und Bitvavo kosten bei 500 € zwischen 0,50 € und 1,25 €.
Bei Brokern ohne bezifferten Spread ist die ausgewiesene Gebühr nur die Untergrenze.
Festbeträge machen kleine Käufe teuer: 1 € Pauschale sind bei 50 € Kaufbetrag 2 %.
Der Zahlungsweg kann mehr kosten als der Handel: Kartenzahlung bis 3,75 % plus 0,25 €, SEPA meist 0 €.
Auf einen Blick
Rangliste nach Kosten eines Kaufs über 500 €
Grundlage sind die offiziellen Gebührenseiten der Anbieter, abgerufen am 22. September 2026. Bei Anbietern mit dem Vermerk „zzgl. Spread“ ist der Wert eine Untergrenze. Anbieter, die wir „mit Vorbehalt“ führen, stehen in der Liste, sind aber entsprechend gekennzeichnet.
Kosten: einfacher Kauf laut offizieller Gebührenseite, Stand 22.09.2026, ohne Einzahlungs- und Netzwerkgebühren. „zzgl. Spread“ = der Anbieter beziffert den Spread nicht, der Wert ist eine Untergrenze. Keine Anlageberatung.
Im Detail
13 Anbieter und was für sie spricht
1BN
Binance
Paris, Frankreich · Börse · Maker/Taker · Mit Vorbehalt
Für deutsche Kunden erreichbar, wegen der regulatorischen Vorgeschichte aber nicht die Default-Empfehlung für Anfänger.
Redaktioneller Hinweis: Dokumentiert sind die US-Vergleiche von 2023 mit DOJ, FinCEN/OFAC und CFTC sowie der zurückgezogene BaFin-Antrag. Kein automatisches Ausschlusskriterium, aber ein klares Signal für Anfänger.
Niederländischer Anbieter mit AFM-MiCAR-Zulassung und fester 0,15 %-Gebühr ohne Spread – seit Dezember 2025 in Deutschland und Nachfolger von Anycoin Direct.
Warum Finst hier steht
Einfacher Kauf: 0,15 % pro Order (Kauf, Verkauf, Swap), laut Finst ohne zusätzlichen Spread.
SEPA ein/aus: 0,00 € (SEPA/Instant, kein Mindestbetrag) / 0,00 €.
Feste 0,15 % pro Order ohne zusätzlichen Spread.
MiCAR-Zulassung (AFM) mit EU-Pass, Proof of Reserves.
Was du wissen solltest
Erst seit Dezember 2025 in Deutschland, wenig bekannt.
Website und Hilfe-Center beim Abruf nur auf Englisch und Niederländisch.
Keine gesetzliche Einlagensicherung genannt.
Redaktioneller Hinweis: Finst ist der Nachfolger von Anycoin Direct: Bestandskunden konnten ohne erneute Identifizierung wechseln. Wir führen deshalb Finst statt Anycoin Direct.
Frankfurt am Main, Deutschland · Börse · Maker/Taker · Mit Vorbehalt
Der älteste deutsche Bitcoin-Marktplatz, betrieben von der futurum bank AG – derzeit im Umbau: Handel und Einzahlungen sind bis zur MiCAR-Zulassung ausgesetzt.
Warum Bitcoin.de hier steht
Einfacher Kauf: Marktplatzgebühr 1,0 % im SEPA-Handel, je zur Hälfte von Käufer und Verkäufer (Käuferanteil 0,5 %); Expresshandel 0,8 % + 0,1 % FIDOR-Gebühr je Seite.
Profi-Oberfläche: Trading-API: bis 25 % Kickback auf die Marktplatzgebühr.
SEPA ein/aus: nicht angegeben (Einzahlungen ausgesetzt) / nicht angegeben.
Deutsche Bank als Betreiber, seit Jahren am Markt.
Was du wissen solltest
Handel und Einzahlungen seit dem Plattformwechsel ausgesetzt (Stand 20.08.2026).
Noch keine MiCAR-Zulassung, kein ESMA-Registereintrag.
P2P-Marktplatz mit Trust-Levels ist für Einsteiger ungewohnt.
Redaktioneller Hinweis: Laut Statusinformation vom 20.08.2026 ist die alte Handelsinfrastruktur abgeschaltet; die neue Plattform (über 100 Coins, Sparpläne, App) startet erst nach der MiCAR-Zulassung. Bis dahin sind nur Auszahlungen möglich – für einen Neustart derzeit nicht geeignet. Gebührenmodell: P2P-Marktplatz mit offener Gebühr statt Spread.
Redaktioneller Hinweis: Die SEC-Einigung 2024 betraf das US-Geschäft, nicht das europäische Angebot. Für Europa/Deutschland ist eToro offiziell unter MiCA/CySEC eingeordnet.
Krypto-ETPs, ETFs und Aktien in einem Depot, Sparplan ab 1 €.
Was du wissen solltest
Keine echten Coins: Auszahlung auf eine eigene Wallet technisch nicht möglich.
Handel nur zu Börsenhandelszeiten.
0,99 € Ordergebühr plus 0,99 % Spread im FREE Broker.
Redaktioneller Hinweis: Scalable Crypto ist ein Wertpapierprodukt (ETP), kein Kryptowerte-Dienst. Wer Coins selbst verwahren oder rund um die Uhr handeln will, braucht eine Börse. Als bequemer Einstieg neben dem ETF-Sparplan kann es dennoch passen.
Krypto direkt in der Banking-App: MiCA-zugelassen über die zypriotische Revolut Digital Assets Europe, bequem, aber mit Abo-abhängiger Gebühr plus eigenem Kurs.
Warum Revolut hier steht
Einfacher Kauf: 1,49 % (Standard/Plus) bzw. 0,99 % (Premium/Metal) zzgl. von Revolut gestellter Kurs; Mindestgebühren bei kleinen Trades.
Profi-Oberfläche: Revolut X: nicht angegeben (Gebührenseite beim Abruf ohne lesbaren Inhalt).
MiCA-Zulassung (CySEC) mit EU-Pass, Kontoguthaben mit Einlagensicherung.
Was du wissen solltest
1,49 % Gebühr im Standard-Plan plus von Revolut gestellter Kurs.
Gebühr hängt vom Abo-Plan ab, Mindestgebühren bei kleinen Trades.
Krypto-Vertragspartner ist die zypriotische Gesellschaft, nicht die Bank.
Redaktioneller Hinweis: Krypto-Trades zählen im Standard- und Plus-Plan zum Fair-Use-Wechsellimit; die Auszahlung auf externe Wallets ist nur für bestimmte Coins und Netzwerke möglich. Für aktiven Handel bietet Revolut die separate Oberfläche Revolut X.
Berlin, Deutschland · Broker · Spread · Solide Wahl
Krypto aus dem N26-Girokonto heraus: gehandelt und verwahrt von der BaFin-zugelassenen Bitpanda Asset Management – sehr bequem, aber teuer und ohne eigene Wallet.
SEPA ein/aus: entfällt (Kauf aus dem N26-Girokonto) / entfällt (Erlös aufs Girokonto).
Kauf direkt aus dem N26-Girokonto ab 1 €, Sparplan ohne Zusatzgebühr.
Handel und Verwahrung über die BaFin-zugelassene Bitpanda Asset Management GmbH.
Was du wissen solltest
1,5 % Gebühr auf Bitcoin, 2,5 % auf Altcoins (Standard-Plan) plus möglicher Spread.
Kein Übertrag auf eigene Wallets in den offiziellen Dokumenten beschrieben.
Nur für N26-Kontoinhaber, nur per App.
Redaktioneller Hinweis: Partnermodell: N26 nimmt Aufträge an, die Bitpanda Asset Management GmbH handelt und verwahrt. Die angezeigten Bestände sind laut Bitpanda-AGB Datenbankeinträge, keine eigenen Wallets – für „Not your keys, not your coins“ relevant.
Spanische Börse mit MiCA-Zulassung der CNMV und breitem Zertifikate-Portfolio: einfache Wallet-Oberfläche mit Spread, daneben Bit2Me Pro als echte Orderbuch-Börse.
MiCA-Zulassung (CNMV) mit EU-Pass, breites ISO-Zertifikate-Portfolio.
Was du wissen solltest
Broker-Oberfläche: 0,95 % Gebühr plus 1,20 % Spread.
Keine Einlagensicherung auf EUR-Guthaben (kein Kreditinstitut).
Support-Artikel teils nur auf Englisch oder Spanisch, Angaben zu Einzahlungsgebühren widersprüchlich.
Redaktioneller Hinweis: Zwei Oberflächen: Bit2Me Wallet (Broker) für Einsteiger und Bit2Me Pro (Orderbuch, Maker/Taker). Die Support-Artikel widersprechen sich bei den Euro-Einzahlungsgebühren (kostenlos vs. 1,99 %) – vor der Einzahlung in der App prüfen.
Wer nur die Handelsgebühr vergleicht, vergleicht die Hälfte. Vollständig ist die Rechnung erst mit allen vier Posten:
Handelsgebühr: der Prozentsatz oder Festbetrag, den der Anbieter je Order ausweist.
Spread: der Aufschlag auf den Marktkurs. Bei Börsen mit Orderbuch ergibt er sich aus Angebot und Nachfrage und ist bei großen Coins gering; bei Brokern legt ihn der Anbieter fest.
Zahlungsweg: SEPA ist bei den meisten Anbietern kostenlos, Kartenzahlung kostet je nach Anbieter 1 bis knapp 4 Prozent.
Auszahlung: Wer Coins auf die eigene Wallet überträgt, zahlt die Netzwerkgebühr und bei manchen Anbietern einen festen Aufschlag.
Warum die ausgewiesene Gebühr bei Brokern täuschen kann
Bitpanda nennt 0,99 % für Bitcoin, Revolut 1,49 % im Standard-Plan, N26 1,5 %. Dazu kommt jeweils der Kurs, den der Anbieter selbst stellt. Wie hoch der Aufschlag darin ist, steht auf keiner Gebührenseite. Wir kennzeichnen diese Anbieter deshalb mit „zzgl. Spread“ und erheben die tatsächlichen Werte schrittweise durch eigene Testkäufe.
Anders bei BISON und Bit2Me: BISON nennt den Spread selbst als Preis (durchschnittlich 1,25 %), Bit2Me weist Gebühr und Spread getrennt aus. Finst wirbt ausdrücklich damit, keinen zusätzlichen Spread zu berechnen.
Kleine Beträge, große Beträge: Wo Festbeträge kippen
Trade Republic berechnet 1 € je Order, Scalable Capital 0,99 € plus Spread. Bei einem Sparplan über 25 € sind das 4 % allein für die Pauschale, bei 1.000 € nur 0,1 %. Prozentuale Gebühren verhalten sich umgekehrt: Sie sind bei kleinen Beträgen harmlos und summieren sich bei großen. Wer regelmäßig kleine Beträge spart, fährt mit einer rein prozentualen Gebühr besser; wer selten große Beträge kauft, kann von einer Pauschale profitieren – sofern der Spread klein bleibt.
Günstiger kaufen: Profi-Oberfläche und Limit-Order
Kraken, Bitpanda und Coinbase betreiben neben der einfachen App eine Profi-Oberfläche. Bei Bitpanda Fusion kostet der Handel laut Kostentransparenz-Dokument 0,25 % statt 0,99 %. Bei Kraken ist das Verhältnis weniger eindeutig: Die App kostet 1 %, Kraken Pro in der untersten Stufe 0,40 % für Maker und 0,80 % für Taker. Eine Limit-Order, die nicht sofort ausgeführt wird, zählt als Maker-Order.
Binance führt die Rangliste an, steht bei uns aber wegen der regulatorischen Vorgeschichte „mit Vorbehalt“. Ein paar Euro Ersparnis wiegen wenig, wenn Regulierung, Sicherheit des Kontos oder die Auszahlung auf eigene Wallets nicht passen. Prüfe deshalb neben dem Preis immer das Profil des Anbieters.
Häufige Fragen
FAQ: Günstigste Krypto-Börsen
Nach den offiziellen Gebührenseiten vom 22. September 2026 kostet ein einfacher Kauf über 500 € bei Binance 0,50 €, bei Finst 0,75 € und bei Bitvavo 1,25 €. Binance führen wir wegen der regulatorischen Vorgeschichte mit Vorbehalt.
Ihre Gebührenseiten waren beim automatisierten Abruf nicht erreichbar, und wir übernehmen keine Werte aus Suchmaschinen-Vorschauen oder von Drittseiten. Auf den jeweiligen Gebühren-Seiten steht, was wir belegen konnten.
Nein. Wer keine Gebühr ausweist, verdient am Spread, also am Aufschlag auf den Kurs. Vergleiche immer den angezeigten Kaufpreis mit einem neutralen Referenzkurs.
Meist dasselbe wie ein einzelner Kauf: Finst berechnet 0,15 % je Ausführung, Kraken 1 %, N26 und BISON nennen keine Zusatzgebühr über die normale Gebühr bzw. den Spread hinaus. Details stehen auf unserer Sparplan-Seite.
Mehrmals im Jahr. Kraken hat im Juli 2026 seine Stufenlogik umgestellt, Finst und Coinmerce haben im selben Monat neue Gebührentabellen veröffentlicht. Wir nennen deshalb zu jedem Wert das Abrufdatum und die Quelle.
Quellen und Belege
Anbieterdaten nach redaktioneller Auswertung öffentlicher Primärquellen (Stand September 2026), Gebühren laut offiziellen Gebührenseiten (Stand 22.09.2026). Ergänzend:
Stand September 2026. Angaben nach redaktioneller Auswertung öffentlicher Primärquellen. Keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung – prüfe alle Konditionen direkt beim Anbieter.