Smartbroker+ oder Scalable Capital: Welche Krypto-Börse ist die bessere Wahl?
Smartbroker+ und Scalable Capital gehören zu den Anbietern, die deutsche Einsteiger 2026 regelmäßig gegeneinander abwägen. Smartbroker+ (Sitz: Berlin, Deutschland) gilt als solide, breit aufgestellte Plattform, Scalable Capital (Sitz: München, Deutschland) als große, aber für Einsteiger mit Vorbehalt zu sehende Plattform. Der wichtigste strukturelle Unterschied: Beide funktionieren im Broker-Modell, bei dem der Preis vor allem über den Spread entsteht.
In diesem Direktvergleich schauen wir Schritt für Schritt auf Gebühren, Regulierung, Sicherheit und Einsteiger-Eignung – und sagen klar, für wen sich Smartbroker+ und für wen sich Scalable Capital eher lohnt.
Für wen ist welche Börse besser?
Smartbroker+ ist die bessere Wahl, wenn …
- Du willst einen unkomplizierten Krypto-Kauf direkt per App.
- Du traust dir etwas mehr Einarbeitung für mehr Möglichkeiten zu.
- Du brauchst flexible Zahlungswege wie SEPA-Überweisung, SEPA-Lastschrift, SEPA-Echtzeitüberweisung, Verrechnungskonto.
Scalable Capital ist die bessere Wahl, wenn …
- Du willst einen unkomplizierten Krypto-Kauf direkt per App.
- Du bist absoluter Anfänger und willst den leichtesten Einstieg.
- Du kennst dich bereits aus und willst den großen Funktionsumfang nutzen.
Smartbroker+ vs. Scalable Capital im Datenvergleich
| Kriterium | Smartbroker+ | Scalable Capital |
|---|---|---|
| Sitz | Berlin, Deutschland | München, Deutschland |
| Gegründet | k. A. | k. A. |
| Empfehlungs-Tier | Solide Wahl | Mit Vorbehalt |
| Regulierung | MiCA-Lizenz | national / k. A. |
| Gebührenmodell | Broker · Spread | Broker · Spread |
| Einsteiger-Eignung | 3/5 | 4/5 |
| Einlagensicherung | EUR-Guthaben liegen auf dem Verrechnungskonto bei der Baader Bank AG (Unterschleißheim): gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € je Kunde, zusätzlich Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Für die bei Tangany verwahrten Kryptowerte gibt es laut Baader-Kundeninformation ausdrücklich keine Einlagensicherung. | EUR bis 100.000 € (Scalable Capital Bank GmbH; mit PRIME+ auf bis zu fünf Banken verteilt) |
| Zahlungswege | SEPA-ÜberweisungSEPA-LastschriftSEPA-EchtzeitüberweisungVerrechnungskonto | k. A. (SEPA Standard) |
Grün hinterlegt = im jeweiligen Kriterium die für Einsteiger tendenziell vorteilhaftere Option. Stand Oktober 2026 · keine Anlageberatung.
Smartbroker+ oder Scalable Capital – was kostet der Handel?
Smartbroker+ und Scalable Capital arbeiten beide im Broker-Modell. Statt offener Maker/Taker-Sätze steckt der Preis vor allem im Spread bzw. in einem Aufschlag. Das macht den Kauf besonders einfach, erschwert aber den exakten Kostenvergleich.
Wichtig beim Gebühren-Vergleich: Kraken, Bitstamp, Bitvavo, Binance, OKX, BSDEX und Bit2Me Pro arbeiten klassisch mit Maker/Taker-Modellen mit offen ausgewiesenen Sätzen. BISON, Bitpanda, eToro, Trade Republic, Revolut, N26 und die Online-Broker sind für Anfänger oft einfacher, rechnen aber stärker über Spread, Premium, Pauschalen oder einen selbst gestellten Kurs. Finst, Coinmerce und Relai nehmen eine feste Prozentgebühr ohne Orderbuch. Ein scheinbar „gebührenfreier“ Broker kann im Endeffekt teurer sein als eine Börse mit transparenten Maker/Taker-Gebühren.
Wie sicher sind Smartbroker+ und Scalable Capital?
Bei der Regulierung gibt es einen Unterschied: Smartbroker+ tritt mit MiCA-Bezug auf, während die Angaben bei Scalable Capital in unseren Primärquellen zurückhaltender sind.
Vertragspartner für die Auftragsannahme ist die Smartbroker AG (Berlin, HRB 99126 B), zugelassen nach § 15 WpIG unter Aufsicht von BaFin und Bundesbank; im ESMA-CASP-Register ist sie seit 11.08.2025 per Art.-60-MiCA-Notifikation für die Annahme und Übermittlung von Krypto-Aufträgen (nur DE) geführt. Die Orders führt die Baader Bank AG als Kommissionärin über den außerbörslichen Handelsplatz Hyphe OTC aus (ESMA-Register: Art.-60-Notifikation vom 16.05.2025 für die Ausführung von Krypto-Aufträgen). Verwahrer und direkter Vertragspartner für die Krypto-Wallet ist die Tangany GmbH (München, HRB 246113), die laut ESMA-CASP-Register seit 08.08.2025 eine MiCA-CASP-Zulassung nach Art. 63 (Verwahrung und Transfer) der BaFin besitzt; Verrechnungskonto und Depot führt die Baader Bank.
MiCA-Lizenz angegeben
EUR-Guthaben liegen auf dem Verrechnungskonto bei der Baader Bank AG (Unterschleißheim): gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € je Kunde, zusätzlich Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Für die bei Tangany verwahrten Kryptowerte gibt es laut Baader-Kundeninformation ausdrücklich keine Einlagensicherung.
Die Kryptowerte verwahrt die Tangany GmbH als BaFin-lizenzierter Kryptoverwahrer in einem Omnibus-Wallet mit kundenbezogenem Unterkonto; nach § 26b/§ 46i KWG sind sie vom Eigenvermögen getrennt und im Insolvenzfall aussonderungsfähig. Tangany weist für MiCA Art. 67 u. a. eine Versicherung gegen Verwahrungsrisiken digitaler Vermögenswerte (Great Lakes Insurance SE) und eine Vertrauensschadenversicherung (AIG) nach, nennt aber keine Deckungssumme. Der Login erfolgt mit E-Mail, Passwort und einem zweiten Faktor über die Gerätesperre des Smartphones (PIN, Muster oder Biometrie); ein Browser-Zugriff muss in der App bestätigt werden.
Zertifizierungen: nicht angegeben
Scalable Capital Bank GmbH (München) wird laut Hilfe-Center von BaFin und Bundesbank beaufsichtigt. Krypto wird ausschließlich als börsengehandelte Crypto-ETPs (Wertpapiere über gettex, Xetra und European Investor Exchange) angeboten. Im ESMA-Register steht eine MiCAR-Zulassung nur für „Beratung zu Kryptowerten“ (BaFin, März 2026) – nicht für Verwahrung oder Handel von Kryptowerten.
Keine MiCA-Lizenz angegeben
EUR bis 100.000 € (Scalable Capital Bank GmbH; mit PRIME+ auf bis zu fünf Banken verteilt)
ETPs liegen im Wertpapierdepot; die zugrunde liegenden Coins verwahrt der jeweilige ETP-Emittent bei Verwahrstellen. Angaben zu 2FA-Verfahren in den geprüften Quellen nicht angegeben.
Zertifizierungen: Nicht angegeben.
Einstieg, Bedienung und Zahlungswege
Für den ersten Kontakt mit Krypto ist Scalable Capital die einsteigerfreundlichere Wahl (4/5 gegenüber 3/5 bei Smartbroker+). Smartbroker+ nennt konkrete Zahlungswege (SEPA-Überweisung, SEPA-Lastschrift, SEPA-Echtzeitüberweisung, Verrechnungskonto); für Scalable Capital sind die Einzahlungsarten in unseren Primärquellen nicht eindeutig ausgewiesen (SEPA gilt im EWR als Standard).
Vor- und Nachteile im Überblick
- Echte Kryptowerte (rund 40 Coins) direkt im Wertpapierdepot, 24/7 handelbar ab 0,01 € bis 100.000 € je Order
- Klare Kosten: 0,9 % Auf-/Abschlag, keine Depot-, Wallet- oder Systemgebühr; EUR-Guthaben mit gesetzlicher und freiwilliger Einlagensicherung bei der Baader Bank
- Alle drei Partner (Smartbroker AG, Baader Bank, Tangany) im ESMA-CASP-Register geführt; Verwahrung bei Tangany mit KWG-Vermögenstrennung
- Kein Transfer von Coins auf eigene oder externe Wallets – weder ein- noch ausgehend; Verkauf nur zurück in Euro
- Nur Market-Orders gegen EUR, kein Staking, keine Swaps, kein Krypto-Sparplan auf echte Coins (nur 35 Krypto-ETPs) und kein Ex-ante-Kostenausweis
- Zum 0,9-%-Aufschlag kommt ein nicht bezifferter Auf-/Abschlag des Handelsplatzes; keine steuerliche Berücksichtigung oder Jahressteuerübersicht für Krypto-Geschäfte
- Gesetzliche Einlagensicherung auf EUR-Guthaben
- Krypto-ETPs, ETFs und Aktien in einem Depot, Sparplan ab 1 €
- Deutsche Bank unter BaFin-Aufsicht
- Keine echten Coins: Auszahlung auf eine eigene Wallet technisch nicht möglich
- Handel nur zu Börsenhandelszeiten
- 0,99 € Ordergebühr plus 0,99 % Spread im FREE Broker
Unsere Empfehlung: Smartbroker+ oder Scalable Capital?
Wenn du dich für eine der beiden entscheiden musst, ist Smartbroker+ für die meisten Einsteiger unsere Tendenz, weil es im Gesamtbild aus Regulierung, Sicherheit und Bedienung am rundesten ist. Scalable Capital bleibt eine gute Alternative – vor allem, wenn die oben genannten Punkte auf dich zutreffen. Wichtig: Beide Anbieter sind seriöse Optionen; „richtig" ist die Börse, die zu deinem Bedarf passt.
FAQ zu Smartbroker+ vs. Scalable Capital
Für komplette Einsteiger tendieren wir zu Smartbroker+ (3/5 Einsteiger-Eignung). Scalable Capital ist dann die bessere Wahl, wenn du die in diesem Vergleich genannten Stärken – etwa Gebührenmodell, Zahlungswege oder Standort – höher gewichtest. Eine pauschal „beste" Börse gibt es nicht, nur die für deinen Bedarf passende.
Der wichtigste Unterschied liegt im Gebührenmodell und in der Ausrichtung: Smartbroker+ rechnet als Broker · Spread ab, Scalable Capital als Broker · Spread. Dazu kommen unterschiedliche Standorte (Berlin vs. München) und eine unterschiedlich tiefe Einsteiger-Begleitung.
Hier gibt es einen Unterschied: Smartbroker+ tritt mit MiCA-Bezug auf, bei Scalable Capital sind die Angaben in unseren Primärquellen zurückhaltender. Eine Absicherung des Guthabens nennt Smartbroker+: EUR-Guthaben liegen auf dem Verrechnungskonto bei der Baader Bank AG (Unterschleißheim): gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € je Kunde, zusätzlich Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Für die bei Tangany verwahrten Kryptowerte gibt es laut Baader-Kundeninformation ausdrücklich keine Einlagensicherung..
Beide arbeiten im Broker-Modell, der Preis steckt vor allem im Spread. Ein scheinbar „gebührenfreier" Kauf kann durch den Aufschlag teurer sein, als er wirkt.
Beide setzen auf etablierte Sicherheitsmechanismen (u. a. 2FA, Cold Storage bzw. Verwahrkonzepte). Smartbroker+: nicht angegeben Scalable Capital: Nicht angegeben. Achte zusätzlich immer auf eine starke eigene Absicherung deines Kontos.
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Stand Oktober 2026. Angaben nach redaktioneller Auswertung öffentlicher Primärquellen; „k. A." bedeutet, dass eine Information dort nicht eindeutig war. Keine Anlage- oder Steuerberatung – prüfe alle Konditionen immer direkt beim Anbieter.