Bitpanda oder Smartbroker+: Welche Krypto-Börse ist die bessere Wahl?
Bitpanda und Smartbroker+ gehören zu den Anbietern, die deutsche Einsteiger 2026 regelmäßig gegeneinander abwägen. Bitpanda (Sitz: Wien, Österreich) gilt als Beste Zahlungswege, Smartbroker+ (Sitz: Berlin, Deutschland) als solide, breit aufgestellte Plattform. Der wichtigste strukturelle Unterschied: Beide funktionieren im Broker-Modell, bei dem der Preis vor allem über den Spread entsteht.
In diesem Direktvergleich schauen wir Schritt für Schritt auf Gebühren, Regulierung, Sicherheit und Einsteiger-Eignung – und sagen klar, für wen sich Bitpanda und für wen sich Smartbroker+ eher lohnt.
Für wen ist welche Börse besser?
Bitpanda ist die bessere Wahl, wenn …
- Du willst einen unkomplizierten Krypto-Kauf direkt per App.
- Du bist absoluter Anfänger und willst den leichtesten Einstieg.
- Pluspunkt für dich: Bequemste Zahlungswege für DE.
Smartbroker+ ist die bessere Wahl, wenn …
- Du willst einen unkomplizierten Krypto-Kauf direkt per App.
- Du traust dir etwas mehr Einarbeitung für mehr Möglichkeiten zu.
- Dir ist ein deutscher Standort wichtig (Sitz: Berlin).
Bitpanda vs. Smartbroker+ im Datenvergleich
| Kriterium | Bitpanda | Smartbroker+ |
|---|---|---|
| Sitz | Wien, Österreich | Berlin, Deutschland |
| Gegründet | 2014 | k. A. |
| Empfehlungs-Tier | Top-Empfehlung | Solide Wahl |
| Regulierung | MiCA-Lizenz | MiCA-Lizenz |
| Gebührenmodell | Broker · Spread | Broker · Spread |
| Einsteiger-Eignung | 5/5 | 3/5 |
| Einlagensicherung | keine (Krypto systembedingt) | EUR-Guthaben liegen auf dem Verrechnungskonto bei der Baader Bank AG (Unterschleißheim): gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € je Kunde, zusätzlich Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Für die bei Tangany verwahrten Kryptowerte gibt es laut Baader-Kundeninformation ausdrücklich keine Einlagensicherung. |
| Zahlungswege | SEPASOFORTKreditkarte | SEPA-ÜberweisungSEPA-LastschriftSEPA-EchtzeitüberweisungVerrechnungskonto |
Grün hinterlegt = im jeweiligen Kriterium die für Einsteiger tendenziell vorteilhaftere Option. Stand Oktober 2026 · keine Anlageberatung.
Bitpanda oder Smartbroker+ – was kostet der Handel?
Bitpanda und Smartbroker+ arbeiten beide im Broker-Modell. Statt offener Maker/Taker-Sätze steckt der Preis vor allem im Spread bzw. in einem Aufschlag. Das macht den Kauf besonders einfach, erschwert aber den exakten Kostenvergleich.
Wichtig beim Gebühren-Vergleich: Kraken, Bitstamp, Bitvavo, Binance, OKX, BSDEX und Bit2Me Pro arbeiten klassisch mit Maker/Taker-Modellen mit offen ausgewiesenen Sätzen. BISON, Bitpanda, eToro, Trade Republic, Revolut, N26 und die Online-Broker sind für Anfänger oft einfacher, rechnen aber stärker über Spread, Premium, Pauschalen oder einen selbst gestellten Kurs. Finst, Coinmerce und Relai nehmen eine feste Prozentgebühr ohne Orderbuch. Ein scheinbar „gebührenfreier“ Broker kann im Endeffekt teurer sein als eine Börse mit transparenten Maker/Taker-Gebühren.
Wie sicher sind Bitpanda und Smartbroker+?
Bei der Regulierung liegen Bitpanda und Smartbroker+ grundsätzlich gleichauf: Beide treten gegenüber EU-Kundinnen und -Kunden mit MiCA-Bezug auf. Im Detail unterscheiden sich aber Lizenzkette, Einlagensicherung und Zertifizierungen. Ein Pluspunkt für Smartbroker+: EUR-Guthaben liegen auf dem Verrechnungskonto bei der Baader Bank AG (Unterschleißheim): gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € je Kunde, zusätzlich Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Für die bei Tangany verwahrten Kryptowerte gibt es laut Baader-Kundeninformation ausdrücklich keine Einlagensicherung..
Mehrere europäische Lizenzen; laut Bitpanda seit 2025 erste große Plattform mit MiCAR-Lizenz in Deutschland und zusätzlich in Österreich und Malta; Gruppenstruktur mit PSD2-/E-Geld-/MiFID-II-Komponenten.
MiCA-Lizenz angegeben
2FA, definierte Sicherheitsprozesse, öffentliche Vulnerability-Disclosure/Bug-Bounty-Seite. Angaben zu Versicherung und Storage-Anteil nicht angegeben.
Zertifizierungen: ISO/IEC 27001, SOC 2 Type 2.
Vertragspartner für die Auftragsannahme ist die Smartbroker AG (Berlin, HRB 99126 B), zugelassen nach § 15 WpIG unter Aufsicht von BaFin und Bundesbank; im ESMA-CASP-Register ist sie seit 11.08.2025 per Art.-60-MiCA-Notifikation für die Annahme und Übermittlung von Krypto-Aufträgen (nur DE) geführt. Die Orders führt die Baader Bank AG als Kommissionärin über den außerbörslichen Handelsplatz Hyphe OTC aus (ESMA-Register: Art.-60-Notifikation vom 16.05.2025 für die Ausführung von Krypto-Aufträgen). Verwahrer und direkter Vertragspartner für die Krypto-Wallet ist die Tangany GmbH (München, HRB 246113), die laut ESMA-CASP-Register seit 08.08.2025 eine MiCA-CASP-Zulassung nach Art. 63 (Verwahrung und Transfer) der BaFin besitzt; Verrechnungskonto und Depot führt die Baader Bank.
MiCA-Lizenz angegeben
EUR-Guthaben liegen auf dem Verrechnungskonto bei der Baader Bank AG (Unterschleißheim): gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € je Kunde, zusätzlich Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Für die bei Tangany verwahrten Kryptowerte gibt es laut Baader-Kundeninformation ausdrücklich keine Einlagensicherung.
Die Kryptowerte verwahrt die Tangany GmbH als BaFin-lizenzierter Kryptoverwahrer in einem Omnibus-Wallet mit kundenbezogenem Unterkonto; nach § 26b/§ 46i KWG sind sie vom Eigenvermögen getrennt und im Insolvenzfall aussonderungsfähig. Tangany weist für MiCA Art. 67 u. a. eine Versicherung gegen Verwahrungsrisiken digitaler Vermögenswerte (Great Lakes Insurance SE) und eine Vertrauensschadenversicherung (AIG) nach, nennt aber keine Deckungssumme. Der Login erfolgt mit E-Mail, Passwort und einem zweiten Faktor über die Gerätesperre des Smartphones (PIN, Muster oder Biometrie); ein Browser-Zugriff muss in der App bestätigt werden.
Zertifizierungen: nicht angegeben
Einstieg, Bedienung und Zahlungswege
Für den ersten Kontakt mit Krypto ist Bitpanda die einsteigerfreundlichere Wahl (5/5 gegenüber 3/5 bei Smartbroker+). Bei den Zahlungswegen setzt Bitpanda auf SEPA, SOFORT, Kreditkarte, Smartbroker+ auf SEPA-Überweisung, SEPA-Lastschrift, SEPA-Echtzeitüberweisung, Verrechnungskonto.
Vor- und Nachteile im Überblick
- Bequemste Zahlungswege für DE
- Sehr anfängerfreundlich
- Regulatorisch besonders stark positioniert
- Retail-Modell stärker über Premium/Spread
- Keine saubere Schule für Maker/Taker-Logik
- Echte Kryptowerte (rund 40 Coins) direkt im Wertpapierdepot, 24/7 handelbar ab 0,01 € bis 100.000 € je Order
- Klare Kosten: 0,9 % Auf-/Abschlag, keine Depot-, Wallet- oder Systemgebühr; EUR-Guthaben mit gesetzlicher und freiwilliger Einlagensicherung bei der Baader Bank
- Alle drei Partner (Smartbroker AG, Baader Bank, Tangany) im ESMA-CASP-Register geführt; Verwahrung bei Tangany mit KWG-Vermögenstrennung
- Kein Transfer von Coins auf eigene oder externe Wallets – weder ein- noch ausgehend; Verkauf nur zurück in Euro
- Nur Market-Orders gegen EUR, kein Staking, keine Swaps, kein Krypto-Sparplan auf echte Coins (nur 35 Krypto-ETPs) und kein Ex-ante-Kostenausweis
- Zum 0,9-%-Aufschlag kommt ein nicht bezifferter Auf-/Abschlag des Handelsplatzes; keine steuerliche Berücksichtigung oder Jahressteuerübersicht für Krypto-Geschäfte
Unsere Empfehlung: Bitpanda oder Smartbroker+?
Wenn du dich für eine der beiden entscheiden musst, ist Bitpanda für die meisten Einsteiger unsere Tendenz, weil es für absolute Einsteiger den klareren, einfacheren Einstieg bietet. Smartbroker+ bleibt eine gute Alternative – vor allem, wenn die oben genannten Punkte auf dich zutreffen. Wichtig: Beide Anbieter sind seriöse Optionen; „richtig" ist die Börse, die zu deinem Bedarf passt.
FAQ zu Bitpanda vs. Smartbroker+
Für komplette Einsteiger tendieren wir zu Bitpanda (5/5 Einsteiger-Eignung). Smartbroker+ ist dann die bessere Wahl, wenn du die in diesem Vergleich genannten Stärken – etwa Gebührenmodell, Zahlungswege oder Standort – höher gewichtest. Eine pauschal „beste" Börse gibt es nicht, nur die für deinen Bedarf passende.
Der wichtigste Unterschied liegt im Gebührenmodell und in der Ausrichtung: Bitpanda rechnet als Broker · Spread ab, Smartbroker+ als Broker · Spread. Dazu kommen unterschiedliche Standorte (Wien vs. Berlin) und eine unterschiedlich tiefe Einsteiger-Begleitung.
Ja – beide treten gegenüber EU- und deutschen Kundinnen und Kunden mit MiCA-Bezug auf. Eine Absicherung des Guthabens nennt Smartbroker+: EUR-Guthaben liegen auf dem Verrechnungskonto bei der Baader Bank AG (Unterschleißheim): gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € je Kunde, zusätzlich Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Für die bei Tangany verwahrten Kryptowerte gibt es laut Baader-Kundeninformation ausdrücklich keine Einlagensicherung..
Beide arbeiten im Broker-Modell, der Preis steckt vor allem im Spread. Ein scheinbar „gebührenfreier" Kauf kann durch den Aufschlag teurer sein, als er wirkt.
Beide setzen auf etablierte Sicherheitsmechanismen (u. a. 2FA, Cold Storage bzw. Verwahrkonzepte). Bitpanda: ISO/IEC 27001, SOC 2 Type 2. Smartbroker+: nicht angegeben Achte zusätzlich immer auf eine starke eigene Absicherung deines Kontos.
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Stand Oktober 2026. Angaben nach redaktioneller Auswertung öffentlicher Primärquellen; „k. A." bedeutet, dass eine Information dort nicht eindeutig war. Keine Anlage- oder Steuerberatung – prüfe alle Konditionen immer direkt beim Anbieter.