Finst oder BSDEX: Welche Krypto-Börse ist die bessere Wahl?
Finst und BSDEX gehören zu den Anbietern, die deutsche Einsteiger 2026 regelmäßig gegeneinander abwägen. Finst (Sitz: Amsterdam, Niederlande) gilt als solide, breit aufgestellte Plattform, BSDEX (Sitz: Stuttgart, Deutschland) als Deutscher Handelsplatz mit Orderbuch. Der wichtigste strukturelle Unterschied: BSDEX ist eine klassische Börse mit Maker/Taker-Gebühren, Finst arbeitet als Broker stärker über Spread und Aufschläge.
In diesem Direktvergleich schauen wir Schritt für Schritt auf Gebühren, Regulierung, Sicherheit und Einsteiger-Eignung – und sagen klar, für wen sich Finst und für wen sich BSDEX eher lohnt.
Für wen ist welche Börse besser?
Finst ist die bessere Wahl, wenn …
- Du willst eine möglichst einfache Kauf-App ohne Orderbuch und Order-Typen.
- Du bist absoluter Anfänger und willst den leichtesten Einstieg.
- Pluspunkt für dich: Feste 0,15 % pro Order ohne zusätzlichen Spread.
BSDEX ist die bessere Wahl, wenn …
- Du willst transparente Maker/Taker-Gebühren statt Spread-Aufschlägen.
- Du traust dir etwas mehr Einarbeitung für mehr Möglichkeiten zu.
- Dir ist ein deutscher Standort wichtig (Sitz: Stuttgart).
Finst vs. BSDEX im Datenvergleich
| Kriterium | Finst | BSDEX |
|---|---|---|
| Sitz | Amsterdam, Niederlande | Stuttgart, Deutschland |
| Gegründet | k. A. | 2019 |
| Empfehlungs-Tier | Solide Wahl | Solide Wahl |
| Regulierung | MiCA-Lizenz | MiCA-Lizenz |
| Gebührenmodell | Broker · Spread | Börse · Maker/Taker |
| Einsteiger-Eignung | 4/5 | 3/5 |
| Einlagensicherung | keine (Krypto systembedingt) | EUR bis 100.000 € je Bank (Solaris SE / Deutsche Bank AG) |
| Zahlungswege | SEPAEchtzeitüberweisung | SEPASEPA-Echtzeit |
Grün hinterlegt = im jeweiligen Kriterium die für Einsteiger tendenziell vorteilhaftere Option. Stand September 2026 · keine Anlageberatung.
Finst oder BSDEX – was kostet der Handel?
Hier treffen zwei Philosophien aufeinander: BSDEX ist eine klassische Börse mit offen ausgewiesenen Maker/Taker-Gebühren, während Finst als Broker stärker über Spread und Aufschläge abrechnet. Für absolute Einsteiger fühlt sich Finst oft einfacher an, BSDEX ist bei aktivem Handel meist transparenter und günstiger.
Wichtig beim Gebühren-Vergleich: Kraken, Bitstamp, Bitvavo, Binance, BSDEX und Bit2Me Pro arbeiten klassisch mit Maker/Taker-Modellen mit offen ausgewiesenen Sätzen. BISON, Bitpanda, eToro, Trade Republic, Revolut und N26 sind für Anfänger oft einfacher, rechnen aber stärker über Spread, Premium, Pauschalen oder einen selbst gestellten Kurs. Finst, Coinmerce und Relai nehmen eine feste Prozentgebühr ohne Orderbuch. Ein scheinbar „gebührenfreier“ Broker kann im Endeffekt teurer sein als eine Börse mit transparenten Maker/Taker-Gebühren.
Wie sicher sind Finst und BSDEX?
Bei der Regulierung liegen Finst und BSDEX grundsätzlich gleichauf: Beide treten gegenüber EU-Kundinnen und -Kunden mit MiCA-Bezug auf. Im Detail unterscheiden sich aber Lizenzkette, Einlagensicherung und Zertifizierungen. Ein Pluspunkt für BSDEX: EUR bis 100.000 € je Bank (Solaris SE / Deutsche Bank AG).
Finst B.V. (Amsterdam) ist laut ESMA-Register seit Juli 2025 als MiCAR-Kryptowerte-Dienstleister von der niederländischen AFM zugelassen (Nr. 41000015; Verwahrung, Orderausführung, Transfer) und per EU-Pass in Deutschland tätig. Finst hat im November 2024 die Aktivitäten von Anycoin Direct übernommen; Deutschlandstart laut Finst am 11.12.2025.
MiCA-Lizenz angegeben
2FA standardmäßig aktiv (Verfahren nicht spezifiziert), Gerätekopplung, MPC-Verwahrung über Fireblocks, getrennte Kundenbestände; Auszahlungen nur an zuvor freigegebene eigene Adressen. EUR-Guthaben laut Finst 1:1 getrennt bei bunq und ING; Versicherung nicht angegeben.
Zertifizierungen: Proof of Reserves, laut Finst unabhängig verifiziert. ISO/SOC-Zertifikate nicht angegeben.
Betreiberin ist die Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH, Stuttgart, laut ESMA-MiCA-Register seit 03.07.2025 als Kryptowerte-Dienstleister (Betrieb einer Handelsplattform) unter BaFin-Aufsicht zugelassen. Die Verwahrung übernimmt die Boerse Stuttgart Digital Custody GmbH (MiCA-Zulassung für Verwahrung und Transfer seit 17.01.2025); EUWAX AG stellt Liquidität. Euro-Guthaben liegen bei Solaris SE und Deutsche Bank AG mit gesetzlicher Einlagensicherung bis 100.000 € je Anleger und Bank.
MiCA-Lizenz angegeben
EUR bis 100.000 € je Bank (Solaris SE / Deutsche Bank AG)
Kryptowährungen werden treuhänderisch in Deutschland verwahrt (überwiegend Cold Wallets, HSM und MPC) und nicht verliehen; eine Crime-Versicherung des Verwahrers deckt unter anderem Diebstahl und Hackerangriffe. Mehr-Faktor-Authentisierung ist Pflicht: SMS-TAN plus Einmal-Link per E-Mail bei neuem Gerät, Passwortänderung und Krypto-Auszahlung. Beim Staking ist das Slashing-Risiko über eine mit Munich Re entwickelte Versicherung abgedeckt.
Zertifizierungen: Informationssicherheits-Managementsystem des Verwahrers nach ISO 27001 zertifiziert (laut Hilfecenter); weitere Audits nicht angegeben.
Einstieg, Bedienung und Zahlungswege
Für den ersten Kontakt mit Krypto ist Finst die einsteigerfreundlichere Wahl (4/5 gegenüber 3/5 bei BSDEX). Bei den Zahlungswegen setzt Finst auf SEPA, Echtzeitüberweisung, BSDEX auf SEPA, SEPA-Echtzeit.
Vor- und Nachteile im Überblick
- Feste 0,15 % pro Order ohne zusätzlichen Spread
- MiCAR-Zulassung (AFM) mit EU-Pass, Proof of Reserves
- Über 400 Coins, Sparplan ab 10 €, kostenlose SEPA-Ein- und Auszahlung
- Erst seit Dezember 2025 in Deutschland, wenig bekannt
- Website und Hilfe-Center beim Abruf nur auf Englisch und Niederländisch
- Keine gesetzliche Einlagensicherung genannt
- Vollständig deutsche Regulierungs-Kette: Betreiber und Verwahrer MiCA-zugelassen, Euro-Guthaben mit Einlagensicherung
- Transparentes Orderbuch: Maker 0,20 % / Taker 0,35 %, keine Gebühren für Euro- und Krypto-Ein- und Auszahlungen
- Echte Coins mit kostenloser Auszahlung auf eigene Wallets, Limit-, Market- und Stop-Orders, Staking für ETH und SOL
- Nur 10 Kryptowährungen, keine Stablecoins; Sparplan auf den offiziellen Seiten nicht erwähnt
- Nur für Personen mit Wohnsitz in Deutschland und eigenem SEPA-Konto; Einzahlung ausschließlich per Überweisung vom Referenzkonto
- 2FA nur per SMS-TAN und E-Mail-Link; kein Handel rund um die Uhr (Handelszeiten mit Eröffnungsauktion)
Unsere Empfehlung: Finst oder BSDEX?
Wenn du dich für eine der beiden entscheiden musst, ist Finst für die meisten Einsteiger unsere Tendenz, weil es für absolute Einsteiger den klareren, einfacheren Einstieg bietet. BSDEX bleibt eine gute Alternative – vor allem, wenn die oben genannten Punkte auf dich zutreffen. Wichtig: Beide Anbieter sind seriöse Optionen; „richtig" ist die Börse, die zu deinem Bedarf passt.
FAQ zu Finst vs. BSDEX
Für komplette Einsteiger tendieren wir zu Finst (4/5 Einsteiger-Eignung). BSDEX ist dann die bessere Wahl, wenn du die in diesem Vergleich genannten Stärken – etwa Gebührenmodell, Zahlungswege oder Standort – höher gewichtest. Eine pauschal „beste" Börse gibt es nicht, nur die für deinen Bedarf passende.
Der wichtigste Unterschied liegt im Gebührenmodell und in der Ausrichtung: Finst rechnet als Broker · Spread ab, BSDEX als Börse · Maker/Taker. Dazu kommen unterschiedliche Standorte (Amsterdam vs. Stuttgart) und eine unterschiedlich tiefe Einsteiger-Begleitung.
Ja – beide treten gegenüber EU- und deutschen Kundinnen und Kunden mit MiCA-Bezug auf. Eine Absicherung des Guthabens nennt BSDEX: EUR bis 100.000 € je Bank (Solaris SE / Deutsche Bank AG).
Das hängt vom Modell ab: BSDEX weist Maker/Taker-Gebühren offen aus, Finst rechnet über den Spread ab. Bei aktivem Handel ist die Börse mit transparenten Gebühren oft günstiger.
Beide setzen auf etablierte Sicherheitsmechanismen (u. a. 2FA, Cold Storage bzw. Verwahrkonzepte). Finst: Proof of Reserves, laut Finst unabhängig verifiziert. ISO/SOC-Zertifikate nicht angegeben. BSDEX: Informationssicherheits-Managementsystem des Verwahrers nach ISO 27001 zertifiziert (laut Hilfecenter); weitere Audits nicht angegeben. Achte zusätzlich immer auf eine starke eigene Absicherung deines Kontos.
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Stand September 2026. Angaben nach redaktioneller Auswertung öffentlicher Primärquellen; „k. A." bedeutet, dass eine Information dort nicht eindeutig war. Keine Anlage- oder Steuerberatung – prüfe alle Konditionen immer direkt beim Anbieter.