Kraken oder Coinbase: Welche Krypto-Börse ist die bessere Wahl?
Kraken und Coinbase gehören zu den Anbietern, die deutsche Einsteiger 2026 regelmäßig gegeneinander abwägen. Kraken (Sitz: Dublin, Irland) gilt als Beste „echte“ Börse, Coinbase (Sitz: Berlin, Deutschland) als solide, breit aufgestellte Plattform. Der wichtigste strukturelle Unterschied: Beide sind klassische Krypto-Börsen mit offen ausgewiesenen Maker/Taker-Gebühren.
In diesem Direktvergleich schauen wir Schritt für Schritt auf Gebühren, Regulierung, Sicherheit und Einsteiger-Eignung – und sagen klar, für wen sich Kraken und für wen sich Coinbase eher lohnt.
Für wen ist welche Börse besser?
Kraken ist die bessere Wahl, wenn …
- Du willst eine klassische Börse mit offenem Orderbuch und Maker/Taker-Logik.
- Du traust dir etwas mehr Einarbeitung für mehr Möglichkeiten zu.
- Pluspunkt für dich: Transparente Maker/Taker-Gebühren.
Coinbase ist die bessere Wahl, wenn …
- Du willst eine klassische Börse mit offenem Orderbuch und Maker/Taker-Logik.
- Du bist absoluter Anfänger und willst den leichtesten Einstieg.
- Dir ist ein deutscher Standort wichtig (Sitz: Berlin).
Kraken vs. Coinbase im Datenvergleich
| Kriterium | Kraken | Coinbase |
|---|---|---|
| Sitz | Dublin, Irland | Berlin, Deutschland |
| Gegründet | 2011 | 2012 |
| Empfehlungs-Tier | Top-Empfehlung | Solide Wahl |
| Regulierung | MiCA-Lizenz | MiCA-Lizenz |
| Gebührenmodell | Börse · Maker/Taker | Börse · Maker/Taker |
| Einsteiger-Eignung | 3/5 | 5/5 |
| Einlagensicherung | keine (Krypto systembedingt) | keine (Krypto systembedingt) |
| Zahlungswege | SEPA | k. A. (SEPA Standard) |
Grün hinterlegt = im jeweiligen Kriterium die für Einsteiger tendenziell vorteilhaftere Option. Stand Juni 2026 · keine Anlageberatung.
Kraken oder Coinbase – was kostet der Handel?
Kraken und Coinbase sind beide klassische Krypto-Börsen: Sie weisen ihre Handelskosten als Maker/Taker-Gebühren offen aus. Das ist transparent und für preisbewusste Käufer meist günstiger, weil du genau siehst, was eine Order kostet.
Wichtig beim Gebühren-Vergleich: Kraken, Bitstamp, Bitvavo und Binance arbeiten klassisch mit Maker/Taker-Modellen mit offen ausgewiesenen Sätzen. BISON, Bitpanda und eToro sind für Anfänger oft einfacher, rechnen aber stärker über Spread, Premium oder Pauschalaufschläge. Ein scheinbar „gebührenfreier“ Broker kann im Endeffekt teurer sein als eine Börse mit transparenten Maker/Taker-Gebühren.
Wie sicher sind Kraken und Coinbase?
Bei der Regulierung liegen Kraken und Coinbase grundsätzlich gleichauf: Beide treten gegenüber EU-Kundinnen und -Kunden mit MiCA-Bezug auf. Im Detail unterscheiden sich aber Lizenzkette, Einlagensicherung und Zertifizierungen.
Payward Europe Solutions Ltd. als MiCA-CASP bei der Central Bank of Ireland; Payward Ireland Ltd. als EMI; CySEC-Lizenz für bestimmte Investment-/Derivateleistungen; FCA-Registrierung in UK. Für Deutschland seit August 2025 direkte Versorgung über MiCA-regulierte EEA-Einheit.
MiCA-Lizenz angegeben
Mehrheit der Mittel im Cold Storage; öffentliche Proof-of-Reserves-Prüfungen; Withdrawal-Allowlisting; Global Settings Lock; Bug-Bounty. Keine staatliche Einlagensicherung für Krypto.
Zertifizierungen: ISO/IEC 27001:2022, SOC 2; öffentliche Trust-Center-Dokumente; regelmäßige Proof of Reserves.
In Deutschland über die Coinbase Germany GmbH mit BaFin-relevanter lokaler Präsenz/Kryptoverwahrbezug; weitere aktuelle MiCA-Details im ausgewerteten Material nicht eindeutig, daher nicht angegeben.
MiCA-Lizenz angegeben
Im ausgewerteten Material nicht eindeutig angegeben.
Zertifizierungen: Nicht angegeben.
Einstieg, Bedienung und Zahlungswege
Für den ersten Kontakt mit Krypto ist Coinbase die einsteigerfreundlichere Wahl (5/5 gegenüber 3/5 bei Kraken). Kraken nennt konkrete Zahlungswege (SEPA); für Coinbase sind die Einzahlungsarten in unseren Primärquellen nicht eindeutig ausgewiesen (SEPA gilt im EWR als Standard).
Vor- und Nachteile im Überblick
- Transparente Maker/Taker-Gebühren
- Sehr hohe Sicherheits- und Kontrolltiefe
- Proof of Reserves, ISO/SOC-zertifiziert
- Etwas mehr Einarbeitung als eine Broker-App
- Keine Einlagensicherung auf Krypto (systembedingt)
- Sehr bekannte, vertrauenswürdige Marke
- Einfacher Einstieg für absolute Anfänger
- Lokale deutsche Gesellschaft (Berlin)
- Auf klassischen Retail-Schienen oft teurer
- Fee-/Sicherheitsdetails in Primärquellen unvollständig
Unsere Empfehlung: Kraken oder Coinbase?
Wenn du dich für eine der beiden entscheiden musst, ist Kraken für die meisten Einsteiger unsere Tendenz, weil es im Gesamtbild aus Regulierung, Sicherheit und Bedienung am rundesten ist. Coinbase bleibt eine gute Alternative – vor allem, wenn die oben genannten Punkte auf dich zutreffen. Wichtig: Beide Anbieter sind seriöse Optionen; „richtig" ist die Börse, die zu deinem Bedarf passt.
FAQ zu Kraken vs. Coinbase
Für komplette Einsteiger tendieren wir zu Kraken (3/5 Einsteiger-Eignung). Coinbase ist dann die bessere Wahl, wenn du die in diesem Vergleich genannten Stärken – etwa Gebührenmodell, Zahlungswege oder Standort – höher gewichtest. Eine pauschal „beste" Börse gibt es nicht, nur die für deinen Bedarf passende.
Der wichtigste Unterschied liegt im Gebührenmodell und in der Ausrichtung: Kraken rechnet als Börse · Maker/Taker ab, Coinbase als Börse · Maker/Taker. Dazu kommen unterschiedliche Standorte (Dublin vs. Berlin) und eine unterschiedlich tiefe Einsteiger-Begleitung.
Ja – beide treten gegenüber EU- und deutschen Kundinnen und Kunden mit MiCA-Bezug auf. Eine staatliche Einlagensicherung auf Krypto-Bestände gibt es systembedingt bei keiner Börse.
Beide rechnen mit Maker/Taker-Gebühren, die offen ausgewiesen werden – der genaue Preis hängt von Handelsvolumen und Order-Typ ab. Vergleiche die aktuellen Sätze direkt beim Anbieter.
Beide setzen auf etablierte Sicherheitsmechanismen (u. a. 2FA, Cold Storage bzw. Verwahrkonzepte). Kraken: ISO/IEC 27001:2022, SOC 2; öffentliche Trust-Center-Dokumente; regelmäßige Proof of Reserves. Coinbase: Nicht angegeben. Achte zusätzlich immer auf eine starke eigene Absicherung deines Kontos.
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Stand Juni 2026. Angaben nach redaktioneller Auswertung öffentlicher Primärquellen; „k. A." bedeutet, dass eine Information dort nicht eindeutig war. Keine Anlage- oder Steuerberatung – prüfe alle Konditionen immer direkt beim Anbieter.